Traditionsreich im Gebirge ist die
Schnitzkunst. Besonders in der Vorweihnachtszeit, wenn die Feldarbeit ruhte und die Bauleute
zu Hause bleiben mußten, fanden sich die Männer des jeweiligen Dorfes zur geselligen
Schnitzstunde zusammen. Daraus entstanden zahlreiche Schnitz- und Krippenvereine, in denen auch
heute noch diese Kunst der Jugend weitervermittelt wird.
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Mit geschickten Händen, Spaß am und ein Geschick für
das Holz wird Span um Span der Figur Leben eingehaucht.
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Nach einer Zeichnung wird die Schablone aus Papier
gefertigt und der Holzklotz, meist Lindenholz, grob mit Eisen und Beitel (Holzhammer)
konturiert. Beim weiteren Bearbeiten mit verschiedenen Schnitzeisen (z. B. Röhre und Geißfuß)
muß geschaut und verglichen werden, ob die Proportionen stimmen.
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Mit Feingefühl, Ausdauer und Heimatliebe entstehen so
Bergleute, Krippen, Tiere und Schibbögen. Aber auch
Räuchermänner und Pyramiden oder
Lichtträger wie Engel und Bergmann bestimmen die Formenvielfalt, deren Ursprung im Bergbau zu
finden ist.
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