| Klöppeln |
Geklöppelte Ware erkennt man an den Drehungen und Verflechtungen
von mehreren Fäden. Die Muster entstehen aus Schlingen und Verbindungen, den sogenannten
Schlägen. Die Art und Weise einer Klöppelspitze kann man nicht nach den Stilmerkmalen einer
Epoche bestimmen. Jeder Stilepoche ist vielmehr die Blütezeit einer Spitzentechnik mit besonders
betonten, charakteristischen Merkmalen zuzuordnen. Auf einem Klöppelsack wird der Klöppelbrief
(eine starke Pappe mit dem vorgezeichneteten Muster) befestigt und die Holzklöppel laut Muster
mit Nadeln fixiert.Das Klöppeln diente einst als Zubrot für den geringen Lohn der Männer. Die Kunst der Fertigung von Klöppelspitze war durch flandrische Emigranten in der Silberstadt Annaberg bekanntgeworden. Von ihnen erlernte Barbara Uthmann das Klöppeln und gab es, tonangebend unter den Annaberger Frauen, an diese weiter.
Die erzgebirgische Volkskunst ist undenkbar ohne den Bergbau und alles zusammen wird in unzähligen Hutzenabenden in erzgebirgischer Mundart besungen. |
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